UK Nationals

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Rainer
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UK Nationals

Beitrag von Rainer » 22. Aug 2019, 10:40

Ein herzliches Hallo aus Weymouth/Portland! Wir haben die UK Nationals seit gestern hintern uns und können erste Schlüsse aus der Worlds-Vorbereitung schließen:
Der Olympiahafen 2012 ist ein gutes und anspruchsvolles Revier. Im Hafenbecken hat es kleine Wellen und die Bedingungen eignen sich gut für Speed-Sailing, dafür dürften bei etwas mehr Wind die Runden recht kurz werden. Auf dem Meer hat es eine recht schöne laufende Welle, die aber durchaus anspruchsvoll zu segeln ist, die Knie und das Material müssen schon gut in Form sein.
Die ersten zwei Tage der UK-Nationals herrschte dann auch zu viel Wind und mehr als ein kurzes Auslaufen der komplett Furchtlosen kam nicht zustande. Am Dienstag gab es dann drei Wettfahrten bei durchaus kräftigen und böigen Wind zwischen 12 und in der Spitze etwa 25 Knoten. Mischa Heemskerk, DNA gewann die erste Wettfahrt in der offenen Klasse. Steven Brewin, Exploder erwischte hier noch einen schlechten Start; die Wettfahrten zwei und drei gewann aber dann der Australier. Bei stärkeren Wind sind die beiden wohl eine Klasse für sich, - nicht ganz überraschend. Aber auch Emanuel Calavia, der offiziell nicht gemeldet war und jeweils am Ziel vorbei fuhr, war sehr schnell unterwegs, ich würde ihn weiter auf dem Zettel behalten. Die großen Unterschiede ergaben sich aus der jeweiligen Vorwindgeschwindigkeit, aber auch schnelles Anfoilen in den Böen auf der Kreuz brachte einige Meter.
Gestern, Mittwoch gab es dann noch drei Wettfahrten im Hafenbecken bei minimalen Foiling-Bedingungen zwischen vielleicht 5 und 8 Knoten. Nur eine Handvoll Segler schaffte es fast kontinuierlich auf der Vorwind zu fliegen. Mike Mödlhammer war hier einer der schnellsten, er kämpft aber noch etwas mit seiner Performance auf der Kreuz. Insgesamt dennoch ein toller achter Platz. Bruce Mahoney, DNA gewann die Läufe vier und fünf. Mit einer sehr konstanten Leistung auf einem brandneuen Boot. Ich wurde am Ende Elfter, auf der Kreuz war ich regelmäßig dabei, aber auf der Vorwind gingen dann die Lichter aus. Sonntag startet nun die WM, bis dahin sollten wir noch zwei, drei gute Trainingstage haben…
Bei den klassischen Booten kam es zu einem engen Zweikampf zwischen Scott Anderson und Alberto Farnesi. Scotty gewann am Ende die Serie mit zwei Punkten Unterschied. Alberto gewann die beiden Läufe mit dem leichtesten Wind. Scotty meinte, er hatte getestet wie weit runter man sinnvoll mit harten Latten fahren kann, - aber bei max 8 Knoten macht es wohl keinen Sinn mehr. Das klassische Favoriten-Duo wird zu den Worlds noch durch Andrew Landenberger ergänzt.
Größere technische Neuerungen bei Boot und Segel sind mir übrigens noch nicht unter gekommen. Scheurer hat schon etwas länger eine komplett seilgesteuerte Ruderanlage (links/rechts und Pitch per Bowdenzug über die Pinne) im Programm. Das seglerische Feedback ist durchaus positiv: Ruhigere und schnellere Ansteuerung, aber auch höhere Wartungsintensität.

Ergebnis UK Nationals: https://www.sailwave.com/results/WPNSA/ ... esults.htm
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